Mönchengladbacher Großkaliber Club
Sachkundeausbildung

Allgemeine Informationen

Im MGC e.V. wird die Sachkundeausbildung mit abschließender Prüfung seit 1994 mit großem Erfolg von Dirk durchgeführt. Dirk ist seit 1980 aktiver und sehr erfolgreicher Wettkampfschütze und in verschiedenen Verbänden und Disziplinen aktiv. Er ist behördlich anerkannter Ausbilder und Prüfer und vermittelt als Sachverständiger in Theorie und Praxis ein hohes Maß an Wissen und Fähigkeiten. Er führt auch behördliche Waffen- und Schießausbildungen durch und hat z.B. im Mai 2002 auf dem Kongreß "Eigensicherung & Schußwaffeneinsatz bei der Polizei" in Frankfurt/Main einen Vortrag zu seinem Fachgebiet halten. Es wurden über 50 behördliche Waffenträger und zivile Sportschützen im Rahmen der Sachkundeausbildung von ihm ausgebildet und geprüft (Stand 2001). Aufgrund der intensiven Vorbereitung ist die Quote derer, die nicht bestehen, mit knapp 10% trotz der sehr hohen Prüfungsanforderungen sehr gering. Einige der von ihm ausgebildeten und trainierten Sportschützen sind bereits selbst wiederum zu hohen Wettkampfehren gelangt. Wichtiger Hinweis: Sachkundeausbildungen gelten nur für die in der Ausbildung vorgelegten Waffenarten und -systeme. Im Gegensatz zu vielen anderen Sachkundeausbildungen weist die der SLG PP Mönchengladbach e.V. die Sachkunde an allen Waffen- und Munitionsarten nach dem neuen Waffengesetz nach! Durch Umfang der Ausbildung und Anzahl und Auswahl der in der Ausbildung verwendeten Waffen- und Munitionsarten ist gewährleistet, daß Absolventen unserer Ausbildung später Waffenbesitzkarten ohne Einschränkungen hinsichtlich der Waffen- oder Munitionsarten beantragen können.

Dauer der Sachkundeausbildung und -prüfung

Die Sachkundeausbildung und -prüfung wird nach den Regelungen des aktuellen Waffengesetzes (WaffG §7 und AWaffV §1, §2, §3) durchgeführt und entspricht somit allen gesetzlichen Forderungen. Die Waffen-Sachkundeausbildung umfasst eine mindestens zwölfmonatige praktische Schießausbildung im Rahmen des regelmäßigen Trainings an verschiedenen Waffen (Kurz- und Langwaffen). Alle erforderlichen Lehrmittel und geeignete Unterrichtsräume stehen zur Verfügung. Hinzu kommen noch ca. 15 Stunden Theorie (Gruppenunterricht) als Prüfungsvorbereitung sowie eine vierteilige Sachkundeprüfung, die etwa 4 bis 5 Stunden dauert. Diese Sachkundeprüfung wird von einer dreiköpfigen Prüfungskommission abgenommen, der Dirk vorsitzt.

Unterlagen zu Sachkundeausbildung und -prüfung

Jeder Teilnehmer an einer Ausbildung erhält speziell zusammengestellte, aktuelle Unterlagen als Lernhilfe sowie als späteres Nachschlagewerk. Diese Unterlagen mit dem Umfang eines Aktenordners werden nur an Lehrgangsteilnehmer vergeben und verbleiben bei diesen.

 

Inhalte der Sachkundeausbildung und -prüfung

In der Ausbildung und Prüfung enthaltene Wissensgebiete:

  • Allgemeine Informationen zur Sachkundeausbildung
  • Sicherheitsbestimmungen
  • Unfallberichte und Schlussfolgerungen daraus
  • Aufgaben und Verantwortung des Schießleiters
  • Waffenrecht, Beschussrecht, Notwehr- und Nothilfe
  • Historische und moderne Schusswaffentechnik
  • Munitionslehre
  • allistik (Innen-, Aussen- und Zielballistik)
  • Kennzeichen auf Schusswaffen
  • Schutzmaßnahmen
  • Ausrüstung des Schützen
  • Schießlehre
  • Sichere Aufbewahrung
  • Reinigung und Korrosionsschutz
  • Europäischer Waffenpass
  • Verbände und Forum Waffenrecht
  • Handhabung von Schusswaffen und Munition, Schießübungen

Die Teile der Sachkundeprüfung:

  • Theoretische Prüfung (Multiple Choice, 135 Fragen, max. erlaubte Fehlerquote 20%)
  • Praktische Prüfung Waffen
  • Praktische Prüfung Munition
  • Praktische Schießprüfung

Bei Ausbildung und Prüfung verwendete Waffenarten:

Kurzwaffen:

  • Steinschloßpistole / Vorderlader
  • Perkussionspistole / Vorderlader
  • KK-Pistole mit Masse-Feder-Verschluß und DA/SA-Abzug
  • GK-Pistole mit verriegeltem Verschluß und SA-Abzug
  • GK-Pistole mit verriegeltem Verschluß und mit DA/SA-Abzug
  • GK-Pistole mit verriegeltem Verschluß und DAO-Abzug (Safe-Action)
  • GK-Pistole mit Drehwarzenverschluß und SA-Abzug
  • GK-Revolver mit DA/SA-Abzug
  • KK-Revolver mit SA-Abzug
  • Schreckschußpistole mit unverriegeltem Verschluß und DA/SA-Abzug
  • Gas- und Schreckschußrevolver mit DA/SA-Abzug Stiftfeuer-Pistole (Berloque) mit SA-Abzug

Büchsen:

  • KK-Repetierer (Einzellader)
  • KK-Halbautomat (Mehrlader)
  • GK-Büchse mit Fallblockverschluß (Einzellader)
  • GK-Repetierer mit Zylinderverschluß (Mehrlader)
  • GK-Halbautomat mit Drehwarzenverschluß (Mehrlader)
  • GK-Halbautomat mit Rollenverschluß (Mehrlader)

Flinten:

  • Kipplaufflinte (Einzellader)
  • Repetierflinte (Mehrlader)
  • Halbautomatische Flinte (Mehrlader)

(GK = Großkaliber, KK = Kleinkaliber)

Bei Ausbildung und Prüfung verwendete Patronen und Munitionselemente:

  • Komponenten der Ladungen von Vorderladerwaffen
  • Moderne Patronenmunition
  • Div. Zündungsarten (Stift-, Rand- und Zentralfeuer für Schlagbolzen, Luntenschloß, Steinschloß und Perkussionszündung, elektrische Zündung
  • Div. Hülsenformen (konisch, zylindrisch, Flaschenhals, Gürtel, Rand/Halbrand/randlos und eingez. Rand)
  • Div. Hülsenmaterialien (Messing, Stahl, Aluminium, Kunststoff) sowie Beschichtungen
  • Hülsenlose Munition
  • Puffer- und Exerzierpatronen, Dummies, Reinigungspatronen
  • Platzpatronen, Signalmunition, Reizstoffpatronen, Farbmarkierungspatronen
  • Div. Geschoßkonstruktionen (Massiv mit und ohne Gascheck, TM, VM, FK, RK, HS, KS, WC, SWC, H-Mantel, Farbmarkierung, PT-Geschosse, Schrot für Kurzwaffen und Langwaffen, Flintenlaufgeschosse, Treibspiegelmunition, diverse Spezialgeschosse, Nicht-lethale Geschosse) und diverse Geschoßmaterialien
  • Kaliber-Reduziersysteme (Einsteckhülsen, Einsteckläufe)
  • Signalmunition mit und ohne Fallschirm
  • Diverse Kurzwaffenmunition (42 verschiedene Kaliber in diversen Varianten)
  • Diverse Langwaffenmunition für Büchsen (37 verschiedene Kaliber in diversen Varianten)
  • Diverse Langwaffenmunition für Flinten (10 verschiedene Kaliber in diversen Varianten)